Bolivien, das Land unbegrenzter Möglichkeiten! Warum? Naja, man kann hier alles und jeden schmieren. Unsere erste echte Begegnung mit der bolivianischen Verkehrspolizei an einem Checkpoint endete mit Kopfschütteln und der Erkenntnis, dass Sprachbarriere nicht gleich Sprachbarriere ist. Der nette Herr bekam alle Kopien der Unterlagen in die Hand gedrückt. Nach ewigem Kontrollieren jedes Buchstaben der Papiere, ließ er mich verstehen, dass ein sehr wichtiges Papier fehle ohne jenes eine Weiterfahrt nicht möglich sei. Also wird bei uns im Auto gewühlt und gewühlt, ich dachte der Versicherungsschein fehle… nach zwei Stunden in deren kleinen Stube, fast schon an mir selbst zweifelnd, rückt der verbeamtete Staatsdiener mit der konkreten Beschreibung des Papiers raus: 50 Bolivars (5€). Ab jetzt immer `nen 10er (1€) in den Massen von Unterlagen liegen lassen - wenn der Hampelmann korrupt ist, verschwindet dieser von Geisterhand, wenn nicht, bleibt er in den Unterlagen. Erste Eindrücke von Bolivien bekommen wir bei der Reise durch Sucre und Potosi. Straßen sind entweder super oder super schlecht - so schlecht, dass wir das Reserverad fast verlieren weil die Halterung bricht (vorerst vergebliche Reparatur 10€). Da etwas mit den Papieren von Argentinien aus nicht stimmt, müssen wir kurz noch mal hin, um das alles richtig zu stellen. Nicht viel Umweg, nur so 500 km. Also fahren wir so zügig und angenehm wie möglich durch Bolivien, nach Argentinien, von da aus nach Chile und dort dann in die Atacama Wüste. Die ersten Meter auf chilenischem Boden… Foto von der Wüstenlandschaft… die Spiegelreflex ist im Eimer - fängt ja schon mal gut an! Um die günstige alternative zu meiner Canon 7d zu kaufen, fahren wir kurz um 300km einfach von San Pedro de Atacama nach Antofagasta… ans Meer. Ich bin glücklich und nachdem ich das bin, ist Kathrin es auch. Nach dem deutschen Einzug ins Halbfinale, fahren wir in die Wüste zurück nach Bolivien, die Lagunenroute soll schön sein. Mal wieder Spaß mit den bolivianischen Grenzern. Von San Pedro rauf an die Grenze, 50km mit fast 2000m Höhenunterschied, und das zwei mal, weil wir vergessen haben uns in San Pedro auszustempeln. 100km später kommt erst der Zoll, irgendwo im Park. Endlich rein in den Nacional Park, Schotter wie sonst, nur eben auf 4300m und -20°C. Unsere erste Nacht hier auf der Höhe: Horror. Uns geht es beiden sehr schlecht, Magen spielt verrückt, jede Anstrengung bringt einen fast zum Auskotzen der Eingeweide. Wir frieren uns durch die Nacht, morgens will man gleich weiter, nur „is nich“, weil der Diesel ohne Additive geliefert wird. Der Landy springt nicht an! Und dann stellen wir fest, wir stehen auf der falschen Seite des Canyons. Die Sonne braucht ewig um das Auto zu erreichen bzw. aufzutauen! Ein Indikator für die Temperatur nachts: Durchgefrorener 5 Liter Kanister Wasser. Um 11 Uhr, nach ziehen und zerren des Karrens in die Sonne, springt die Kiste an und wir sind endlich auf dem Weg nach Uyuni. Die Kälte hier macht einen fertig, die Hostals haben ungeheizte Zimmer, Wasser ist rationiert. Duschen gehen nur abends, morgens ist alles gefroren. Die Zapfsäulen sind gefroren, soviel zur Spritqualität. Die Autos werden täglich gewaschen, soviel zur Wasser Rationierung.

 

 

Nach einer Abschieds-Grillfeier mit wahnsinns Honig-Spare-Rips und kühlen Cocktails, trennen sich nun unser aller Wege. Die Familie aus Südafrika nimmt Kurs in Richtung Florianopolis im Süden auf, um als Englischlehrer die Reisekasse aufzubessern. Die Venezuela-Connection möchte nach Manaus und mit dem Boot über den Amazonas schippern. Wir bleiben noch und fahren nach Jericoacoara durch die Dünen. Bleiben klingt so einfach und relaxed, doch es artet eher in etwas Stress aus! An jeder Ecke steht ein Einheimischer, der einem sofort den Guide mimen will, gegen Dollars versteht sich. Todesmutig springen sie einem vor das Auto, als ginge es um Leben und Tod. Sie werben damit, dass der Weg ach so gefährlich sei und es zwingend notwendig ist, hier mit Guide unterwegs zu sein. Hm, die Strecke steht im Open Streetmap Navi drinnen… mit diversen Routen… wir haben 4x4, sind höher als die Touristentaxis, was soll denn da geguided werden. Wie nicht anders zu erwarten, bestreiten wir den Weg allein - der Weg war einfach. Bei der übersichtlichen Piste war nicht einmal Untersetzung und Diff-Lock notwendig, geschweige denn Luft aus den Reifen zu lassen. Jeri erscheint uns als ein Ultra-Touristen-Dorf. An jeder Ecke macht man die Hand auf, um hier und da noch ein paar Reals vom Touri abzugaunern. Der Strand mit Blick über die Dünen hält, was er verspricht und ist wirklich sehenswert. Um den ganzen Stress hinter uns zu lassen, gönnen wir uns eine Nacht in einem Hotel. Beim am Strand entlang Spazieren ist uns eins ins Auge gefallen: Hotelzimmer mit eigenem Pool an der Stelle, wo sonst der Balkon ist. „Na gut, machen wir einfach“ denken wir uns, und es gibt nen Discount. Das Hotel hatte noch nicht eröffnet und wir sind die ersten Gäste zwei Tage vor der Premierenfeier. Um die Reisekasse nicht unnötig zu belasten, versuchen wir es an Tag zwei in Jeri mit Camping.

Nach einem Tag mit allerhand Sightseeing machen wir uns auf den Weg von einem der wandertechnisch erreichbaren Spots (so ein Felsen mit Loch und Sonnenuntergang) zum Auto. Es dämmert, man fährt am Strand entlang durch die immer dunkler werdende Gegend. Ein aufgemotzter Toyota Hilux mit ultra breitreifen und gigantisch großen Tiefbett, gefühlten 30“ Felgen, hat sich im Sand festgefahren und bittet um Hilfe. Im jugendlichen Leichtsinn denk ich mir: „da fahr ich rückwärts ran und zieh den einfach raus!“ Pustekuchen! Der Sand ist so weich, dass wir gleich selbst stecken bleiben. Rückwärts Richtung kommende Flut bewegt sich der Landy, vorwärts nicht! Also runter ans Wasser und mit viel Schwung über die Düne! Die Flut war leider schon so weit oben, dass kein fester Sand mehr vorhanden war, auf dem man fahren konnte. Mit dem letzten Schwung, ca. 28 Meter vor der festeren Piste, hat sich der Defender zu Ende eingegraben. Kathrin ist etwas stinkig, dass ich hier Retter spielen wollte und nun die Flut vermeintlich das „Zuhause“ wegspült. Hier kommt dann das erste mal die Winde zum Einsatz. 28 Meter von 30m abgewickelt, an einem vorbeikommenden Wagen angehängt und mit Untersetzung erster Gang langsam dem festen Boden entgegen gegraben. Es ist inzwischen stockdunkel, ein Sandsturm zieht auf und wir sind richtig froh aus dem Sandkasten raus zu sein. Jetzt nur noch 40 Minuten durch die Dünen und schon sind wir am Camping, easy.

 

Wir verlassen Jeri mit dem Ziel „Lençòis Maranhenses“. Im Navi sieht es so nah aus, doch bei der Routenberechnung möchte es um Himmelswillen ein 36km Stückchen nicht fahren und schickt uns über 400km außen herum. Kathrin schiebt es auf das kostenlose Navi, das mal wieder keine Route über eine Brücke berechnen will, ich denke es wird wohl einfach ein gewollter Programmierfehler sein, damit Kunden sich die TomTom Karten für MapFactor kaufen (ja ich hab es genannt… MapFactor, wie ich es verfluche). Folglich einstimmig… diese paar Kilometer müssen wir halt mal auf die Karte schauen. Was wir zu diesem Zeitpunkt nicht wissen, das Navi wollte nur keine 4x4 Areas fahren… aha…. An der letzten Abzweigung endet die Straße in einem See. Wir fragen ortskundige Einheimische die uns alle bestätigen: „JA, DAS IST DIE STRASSE“ 

Für diese 36km durch Wasserlöcher, die man nur mit Schnorchel bewältigen kann, über weite Wiesen, Dünen und sehr tiefsandige Straßen, brauchen wir drei Stunden. Im Sonnenuntergang erreichen wir, am Ende der 4x4 Area, den Eingang zum Lençòis Park, Barreirinhas.

Unser Pensum an Wasserdurchfahrten ist erst mal gedeckt und wir verzichten darauf mit dem eigenen Auto zur „Lagoa Azul“ zu fahren. Hier geht es auch wieder durch sehr tiefe Wasserlöcher durch den Busch bis zum Anfang der Dünen-Landschaft. Am einen Tag eine Tour, am anderen Tag mit dem Landy hinter einem Touri Hilux hinterher zur „Lagoa Bonita“. Wir verbringen eine Vollmond-Nacht in der Wildnis und haben scheinbar den Park für uns allein.

 

Eigentlich sind wir schon viel zu lange in Brasilien. Zur kompletten WM zu bleiben würde einfach den Rahmen sprengen, ein wenig vom Flair mitbekommen möchten wir trotzdem. Unsere Route steht fest: Von Lençois über die Hauptstadt Brasilia nach Corumba und von dort nach Bolivien. In Brasilia wollen wir einfach das Eröffnungsspiel im Public Viewing sehen. Auf dem Weg nach Brasilia stellen wir fest, dass von jetzt auf gleich die Klima nicht mehr geht. An der Tankstelle an der wir auch übernachten, ist der Fehler schnell gefunden: Durchgewetzter Schlauch, toll. Interessierte Locals stehen uns mit Rat und Tat zur Seite. Was so weit führt, dass wir 80 km zurückfahren um die Hilfe von Bruno, einem englisch sprechenden Farmer, anzunehmen. Dank der aufgehobenen Sprachbarriere ist der Schlauch im Nu fachmännisch in einer Werkstatt eines Bekannten repariert. Es bleibt Zeit für das, was Brasilianer möglichst den ganzen Tag tun: Essen. Bruno lädt uns nach dem Essen auf seine Farm ein, es gibt abends gleich noch einmal Fleisch. Völlig vollgefressen und zufrieden nächtigen wir bei ihm am Hof im Nirgendwo, in Mitten von Soja-Feldern. Unser wieder knackiger gewordener Zeitplan lässt uns nicht ruhen, wir müssen weiter. Ein lange Fahrt bis Brasilia mit Übernachtungen an Tankstellen zehrt an uns (zum Glück mit funktionierender Klima). Spät abends kommen wir in Brasilia zur Rush-hour an, viel mehr Optionen außer an der Tankstelle zu schlafen bleiben uns nicht. Es gibt hier jedoch keine Tankstelle, an der auch LKWs stehen, also kein Posto, wie wir ihn kennen. Uns wird von Locals abgeraten an der von uns auserwählten Tanke zu schlafen, stattdessen lieber bei ihnen vor der Tür am Shoppingcenter, viel sicherer. Unsere Retter waren Claudio und Marcio. Wir werden gastfreundlich zum Grillen eingeladen und sehen im brasilianischen Kreis auf dem Dach ihres Apartmentkomplexes das erste Spiel der WM. Ein guter Auftakt. 

Um ein wenig mehr von den zugereisten Fans mitzubekommen, fahren wir auf einen Camping/Hostel näher ans Zentrum Brasilias.

Claudio gibt uns noch einen Tipp auf den Weg: Einfach mal die Botschaft anfragen wegen ihrem exklusiven Public Viewing für das Deutschlandspiel. Anfrage per e-Mail, Antwort mit Einladung kommt am nächsten Tag. Also schauen wir das Spiel in der Botschaft unter gleichgesinnten Deutschlandfans.

In der Einladung steht „deutsche Spezialitäten“ werden zum Verzehr gegen Bezahlung angeboten… Konkret bedeutet das: Paulaner Weißbier 25R$ (8€), Wiener mit Sauerkraut 30R$ (10€). Das lokale Brahma Bier kostet jedoch gerade mal 7R$ (etwas mehr als 2€), also gibt es deutsche Spezialitäten erst wieder in Deutschland und zwar sowas wie Schäufele und Schweinebraten. Ein grandioses 4:0 gegen Christiano Ronaldo zeigt schon mal wo es hingehen könnte. Am Abend schauen wir mal auf’s Public Viewing Fifa Fanfest. USA gegen Ghana. Ein Paar Fans aus Ghana machen Stimmung, die Amerikanischen Fans jedoch viel mehr. Unter ihnen ist Aaron, den wir schon am Camping kennengelernt haben. Er ist mit einer KTM unterwegs und hat es innerhalb von 3 Monaten zur WM geschafft. Sein Bart ist länger als meiner und wächst seit dem er das Motorrad hat (ca wie bei mir mit dem Land Rover). Aaron ist der Eintreiber der Amerikaner und ihre frühen Jubelgesänge besingen zu recht den Sieg über Ghana. Gut gemacht, Klinsi ;)

 

Unser Weg geht weiter, wir machen uns auf in Richtung Bolivien zum Grenzübergang bei Corumba. Ölwechsel steht an, all das machen wir noch in Brasilien und dann Tschüss und rein in’s neue Abenteuer, den Rest der Reise. Die Deutsche Elf wird das alles auch ohne uns machen… 

 

 

 

 

Nachtrag: Achtelfinale, ich sags ja…

 

 

 

Nach der großen Rettungsaktion des 7 Tonnen-Wohnmobils unserer venezuelanischen Weggefährten trennen sich unsere Wege, da wir zurück nach Aracaju müssen - schließlich wollen wir dort die heiß ersehnten Boxen abholen, die der kleine Fenstermacherladen für uns anfertigt und die vor allem eins versprechen: MEHR PLATZ im Landy! Wir quartieren uns also wieder im alten Campingplatz ein und relaxen die verbleibende Zeit.

Plötzlich bekommen wir Besuch: Ein relativ neuer Land Rover steuert in Richtung Camping - es begrüßt uns eine einheimische Familie, Vater Henrique mit seinem Sohn André und Mutter Roze, die unseren Land Rover von der Straße aus entdeckt und uns daraufhin am Campingplatz ausfindig gemacht hatten. Mit einer Mischung aus ein paar Brocken Spanisch sowie Portugiesisch und Englisch wird über allerhand gequatscht: Die Landys, den Trip und schließlich werden wir zu einem Abendessen mit „local food“ in der „Casa Vitoria“ eingeladen. Wir freuen uns wie kleine Kinder und werden noch am selben Abend (natürlich nachdem wir die Boxen abgeholt haben) von der gesamten Familie sowie ein paar Nachbarn freudig empfangen. Roze und ihre Tochter Marina haben extra für uns das volle brasilianische Programm aufgetischt: Angefangen von Cashewnüssen, Wachteleiern bis hin zu einheimischem Käse und natürlich Bier und Caipirinha, findet das Essen seinen Höhepunkt um etwa 22Uhr mit Carne de Sol, Couscous, Macacheira (einer kartoffelähnlichen Wurzel), Fischomlette, u.v.m. Völlig vollgegessen und zufrieden verabschieden wir uns von der großartigen Familie, die uns abschließend noch zwei Gastgeschenke mit auf den Weg gibt: Einen ausgezeichneten, lokalen Cachaca UND einen Landrover in Miniausführung.

 

Die nächste Nacht verbringen wir erneut am zauberhaften Strand von Praia do Gunga - doch diesmal völlig trist und verregnet, sodass wir beschließen weiter nach Pipa zu fahren. 

Pipa wird im Lonley Planet mit den schönsten Stränden Brasiliens angepriesen; wir sind also gespannt und hoffen auf besseres Wetter. Nach einer langen Fahrt kommen wir bei Dunkelheit an und wählen den Campingplatz aus, den unser Navi als Einzigen auf der Karte anzeigt. Empfangen werden wir hier an diesem Ort, der sehr an Friedhof der Kuscheltiere erinnert (völlig verlassen in Mitten eines Dschungels), von einem völlig betrunkenen Besitzer. Als er merkt, dass wir uns nicht ganz so wohl bei ihm fühlen, fordert er uns auf zu bleiben, denn alle anderen Campingplätze in der Stadt wären unsicher - bei ihm sei es familiär: AHA! Wir verlassen sein Grundstück recht zügig und erzählen ihm, wir würden evtl. später wieder kommen. Ohne darüber ein Wort zu verlieren, sind wir uns einig, nicht wieder zurückzukehren und verbringen die Nacht in einer gemütlichen Pousada im Zentrum Pipas. Am nächsten Morgen setzen wir unsere Suche nach einem Schlafplatz inklusive Landy fort und finden den Campingplatz am wunderschönen Strand Praia do Amor. Hier sticht uns sofort eins ins Auge - nämlich ein riesiger Bus. Wir wundern uns, wie dieses „Monster“ den Weg durch die absolut engen Gassen in den verwinkelten Campingplatz meistern konnte. Natürlich fragen wir das den Besitzer selbst: Mauricio, ein 24 jähriger Hotelfachmann, kommt aus dem Ort Jericoacoara und hatte den ursprünglichen Plan mit 2 weiteren Freunden zu reisen. Da beide aber kurzfristig abgesprungen sind, hat er nun 3 Betten, einen Wohn- und Kochbereich sowie 2 Bäder für sich allein. Ab und an nimmt er Reisende mit, die er auf seinem Trip kennenlernt. Total abgefahren! 

Wir genießen die Zeit hier für einige Tage und fahren dann weiter nach Canoa Quebrada, ein kleines Fischerdorf, das nicht ganz so touristisch ist wie Pipa und mit seinen weiten Strände, Dünen und kleinen Lagunen absolut sympathisch wirkt. Hier treffen wir zufällig wieder auf alte Bekannte: Raul, Yadira und Patron aus Venezuela. Gemeinsam unternehmen wir einige Touren durch die Dünenlandschaft in kleine Lagunenbars, genießen auf dem Grundstück des Pousadabesitzers den Pool, einheimisches Essen inklusive Asadoabend und versuchen uns ein wenig im Bodyboarden.

 

Zusammen starten wir auch weiter durch nach Jericoacoara, mit einem Zwischenstopp an einer kleinen Strandbar, an der wir Wildcampen.

Uns wird von Einheimische erzählt, dass Jeri den überhaupt schönsten Strand von Brasilien haben soll. Zu erreichen ist die Stadt allerdings nur über Dünen und im besten Fall mit einem 4x4 Fahrzeug. Gut, dass wir sowas besitzen! Markus kann das Offroadfahren durch den Sand kaum erwarten. Doch vorher stoppen wir im Vorort Jijoca, da wir uns dort mit unseren Freunden aus Venezuela verabredet haben, um den Weg durch die Dünen gemeinsam zu bestreiten. Da wir uns jedoch verpassen und es schon ziemlich spät ist, beschließen wir auf dem Campingplatz in Jijoca an einer wunderschönen Lagune zu übernachten. Hier treffen wir auf eine südafrikanische Familie, die an diesem Abend ihre Umreisung von Südamerika feiert (auch in einem Landrover). Wir schließen uns dem Barbecue an und haben gemeinsam eine Menge Spaß: Guter Rum aus Venezuela, eine Menge Jägermeister und eine Badelagune direkt vor der Tür lassen auf den Ausgang des Abends schließen…