Es klingt schon etwas wie ein kurzer Rückblick aus einer dieser Aktion-Serien wie 24 oder Breaking Bad. 

Am 12.2. wurde das Auto in einer mehr oder minderen Nacht und Nebel-Aktion in den Container in Hamburg gesteckt (dank an Gravel Road Logistics). Dazu muss man noch sagen:  Am 11. war noch nix gepackt. Mehr noch, das Auto war noch nicht mal fertig: z.b. die Markise, die ich einen Tag zuvor gekauft habe, wurde auch erst am Abend montiert. Nachdem man endlich „alles“ gepackt hatte, ging’s irgendwann um 23 Uhr herum von Nürnberg nach Hamburg los. Auch das Hubdach wurde in dieser Nacht das erste mal richtig getestet, der erste Tag des Abenteuers für Kathrin und mich.

Von Hamburg aus ging es für mich direkt auf den letzten Job, Kathrin musste noch die letzten Prüfungen schreiben, danach noch eine Woche in der Heimat und schon war Abflug am 11.3.2014 22.05 Uhr von Frankfurt.

Wie nicht anders zu erwarten, gab es eine Änderung des Verschiffungsplanes. Die „Santa Teresa“ kam also schon mal einen Tag später an. Zur Folge: Wir waren auch einen Tag vor dem Schiff da. Die Abwicklung des Containers sollte sich also von Donnerstag auf Freitag verschieben (höchstens Montag wurde versichert). Genug Zeit sich um die KFZ Versicherung zu kümmern und sich mit dem Agenten in Verbindung zu setzten. Manch einer denkt an das Positive dieser Änderung des Zeitplanes: „Super, das Schiff kommt einen Tag später, weniger Stress am Anfang, erst mal ankommen, in’s Hotel einchecken, die 14 Stunden Flug ausbaden.“  *ERRRRRR* *ZONK* weit gefehlt. 

Am Hotel angekommen nach ca 1,5 Stunden Taxifahrt, wird uns kurz und bündig erst mal vermittelt: „Expedia? Wir machen keine Geschäfte mit Expedia, außerdem haben wir kein Zimmer frei. Das, was frei ist wird gerade renoviert.“

Aaaaahja. Hm was nun? —— Den Boss kommen lassen, er nur so: „Ach so Expedia, ja da war eine Reservierung mit Bezahlung per Kreditkarte, konnte das am Handy nur überfliegen, wir haben aber ja eh kein Zimmer frei“

Und jetzt? Trotz der missverständlichen Auffassung der Mail und Buchungsbestätigung, waren die Angestellten sehr nett und haben uns dann geholfen spontan ein anderes Hotel zu finden.

Ab jetzt cool down und die "Bife de Lomo" genießen. 

 

Gerade als alles bezahlt war, Agent, Containergebühr, Hafenkosten etc. kam DIE SMS am Donnerstag Abend vom Agenten: „Sorry, Vessel is still working. It will be Monday“

Freitag die SMS: „Vessel is still working ‚till saturday, so car out of container on tuesday“

Na gut, dann verlängern wir das Hotel von Montag auf Dienstag.

 

Jetzt aber wirklich mal ausspannen. Wir treffen uns mit einem alten Freund aus Buenos Aires, Federico, auf einer Ausstellung/Buchvorstellung. Danach gehts nach Palermo zu einem Open-Air Konzert im Park. Super Stimmung - viele Leute.

Gleich weiter zum Mac DeMarco Konzert. Positiv überrascht wie cool der Canadier war.

Noch was, Indoor ist Rauchverbot, intressiert kaum jemanden bei Konzerten, ansonsten wird hier auch sowieso sehr wenig geraucht. In dem Club gibt es nur drei Arten von Getränken! Soda, Quillmes, Fernet. Soda ist selbst erklärend, Quillmes ist Bier, wahlweise in 0,5 oder 1Liter Bechern. Fernet ist Fernetbranca mit Cola, auch hier in 0,5 oder 1 Liter Varianten. Interresanter Drink, auch wenn er bis jetzt noch nicht mein Ding ist.

Wir lassen den Abend bei scharfen Taccos in einer Bar ausklingen, uns liegt noch immer die Zeitumstellung in den Knochen, so wird der Sonntag sehr langsam angegangen, mehr als ein kurzer Marktbesuch in San Telmo mit Tango schauen, ist nicht drin. 

...OLEEE, es ist Montag nur noch einmal schlafen dann fahr ich wieder Defender!…..gleich mal die Montags SMS vorlesen „Vessel is still working, will be finished tonite, customs tuesday, container on wednesday“

Ok, verlängern wir doch glatt noch einmal das Hotel um einen Tag bis Mittwoch..... oh, schaade, kein Zimmer mehr frei. Neues Hotel!

 

 

 

 

 

 

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok