Auf dem Weg nach Ushuaia haben wir den District Buenos Aires verlassen. Nach einer unverhofften Nachtfahrt mit mindestens gefühlten 10 Kontrollen, bei denen es um „carne y fruta?“ ging, kommen wir am Rio Negro an. Der Campingplatz ist zu; für Kathrin und mich ist das Motel neben an dann auch ok, mal wieder eigenes Klo und Dusche. Früh, früh los und weiter nach Süden, abends in Porto Madryn treffen wir Bea und Dirk, die eben am Ende ihrer Reise sind. Im Vergleich zu uns reisen sie komfortabel in einem Mercedes LKW mit allem drum, dran und drin, was zu einem Wohnmobil gehört. Wir haben vielleicht nicht den Komfort, jedoch die besseren Reifen bzw. Allrad und kommen mit dem Schotter sicher etwas besser zurecht. Die beiden geben uns gute Tipps für alles mögliche. Z.B. einen Kontakt zu jemanden, der jemanden kennt…   der… ne Werkstatt…  (ja der Landy macht schon wieder mucken, Getriebe tropft).

 

 

Am nächsten Tag geht es auf die Halbinsel Valdes Pinguine, Wale und Seelöwen gucken. Wale sind leider nicht zu sehen… nicht die Saison.  Es war mal wieder eine Spontanentscheidung, morgens wieder relativ spät los. Erst halb 12 am Park-Eingang angekommen. Die Zeit konnten wir auf der Schotterpiste wieder gut machen. An diesem Tag sind wir Minimum 180 km pur Schotter gefahren. Nach einer kurzen Nacht im Park an der Tankstelle geht es weiter. Wir nehmen den Rat an und fahren nach Punta Ninfas, um näher an die Tiere heranzukommen. Jetzt zahlt es sich wirklich aus ein 4x4 Fahrzeug mit viel Bodenfreiheit zu haben, wo andere mit 20km/h und weniger zuckeln, huscht der Defender über die Piste als wäre es Asphalt. 200km Schotter, Stock und Stein später, klettern wir die Klippe hinab und erleben Seeelefanten aus nähester Nähe. An der einsamen Küste kann man super wild campen. Ein wahnsinns Sonnenaufgang ist die Belohnung für den beschwerlichen Weg.

Trotz des komplett verstaubten Wagens, ist ein Teil nicht verstaubt - das Verteilergetriebe sifft weiter fröhlich vor sich hin, also los zu einer Werkstatt. Der Mechaniker in Trelew mit Landrover KnowHow war nicht da, naja, dann eben weiter nach Comodoro Rivadavia. Laut dem argentinischen Land Rover-Forum sollte da jemand Ahnung haben, auch der war nicht anzutreffen.

Das Verteilergetriebe war inzwischen trocken, entweder war jetzt alles dicht oder was eher der Fall war, es war leer. Nach kurzem Rat von einer x-beliebigen Werkstatt und über 2 Liter Getriebe Öl später, fällt der Entschluss, das machen wir in Rio Grande auf Feuerland, bei einer Land Rover-Vertragswerkstatt… bis dahin wird eben immer mal wieder Getriebeöl nachgeschüttet. Ärgerlich.

 

Erst mal wieder alles organisieren, waschen, Campingplatz, Asado (Grillen). Das selbst gegrillte Bife de Lomo ist eben doch das Beste. Dann wieder weiter auf den Pisten Patagoniens Richtung Süden.